Blaulichttag in der Innenstadt

Rheinfelden, 22. Juli 2018

Am Blaulichttag der Polizei, Rettungs- und Hilfskräfte in der Rheinfelder Innenstadt nimmt der Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes mit Jugendrotkreuz, Bereitschaft und Rettungsdienst teil. Die Bevölkerung zeigt großes Interesse an der Arbeit der Einsatzkräfte.

 

Die Innenstadt ist voll mit Rettungs- und Hilfskräften. Es herrscht ein großer Trubel. Das Drehleiterfahrzeug der Feuerwehr steht mitten auf dem Kastanienplatz.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK), das Technische Hilfswerk (THW), die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), die freiwillige Feuerwehr Rheinfelden, eine Betriebsfeuerwehr sowie Polizeikräfte aus Deutschland und der Schweiz sind vor Ort. Es ist aber kein Notfall, sondern Blaulichttag in der Rheinfelder Innenstadt. Die Organisationen zeigen ihre Einsatzfahrzeuge und informieren interessierte Bürger über ihre Arbeit.

  

„Der Teddy war gestürzt, voll auf den Kopf, den Arm und das Bein. Ich hab das Bein verbunden“, meint der achtjährige Tayler und zeigt mit den Händen, wie er ganz schnell den Verband um die Pfote des ein Meter großen Teddybären gewickelt hat. Der achtjährige Luka schaut lieber erst mal nur zu. Der Teddy weist auch einige Blessuren auf, so sind Pflaster auf Kopf und Arme geklebt, Verbände um die Extremitäten geschlungen und eine Halskrause stützt den Kopf. Vorsichtig umwickelt auch der sechsjährige Lugh unter Anleitung von Hannes Schleidt vom Jugendrotkreuz (JRK) eine Pfote des Teddybären in der Sanitätsstation, dem Fahrzeug der Bereitschaft. „Das war nur zum Zeigen. Der Krankenwagen ist doch für Menschen“, lautet sein Fazit.

  

JRK-Leiter Martin Volkmann freut sich über das große Interesse, dass Kinder am Angebot zeigen. „Die Rettungswagen zum Selberbasteln gehen weg wie warme Semmeln“, berichtet Volkmann, und einige Kinder und Jugendliche zeigten Interesse am JRK. Den Kids zeigen die vier Jugendrotkreuzler nicht nur das Anlegen von Verbänden, sondern an einer Puppe auch, wie ein Mensch reanimiert wird. Kleinere Kids haben großen Spaß beim Zusammensetzen des JRK-Riesenpuzzles. „Diesmal ist deutlich mehr los als beim letzten Blaulichttag“, meint Volkmann, der hofft neue Mitglieder für das JRK zu gewinnen.

 

Neben dem JRK beteiligt sich auch die Bereitschaft und der Rettungsdienst des Rheinfelder DRK-Ortsverbandes am Blaulichttag. Roberto Parasiliti und Lukas Müller, beide gerade in Ausbildung zum Notfallsanitäter, zeigen, wie eine mit Granulat gefüllte Extremitätenschiene bei vermuteten Knochenbrüche angelegt wird. Auf Knopfdruck wird die Luft abgesaugt und in wenigen Augenblicken ist Müllers Arm fixiert. Die beiden zeigen und erklären die umfangreiche Ausstattung des Rettungswagen (RTW) und verdeutlichen, dass es sich beim RTW um eine rollende Intensivstation handelt und nicht um einen einfachen Krankenwagen.

„Wir haben alles, was man braucht, um Leben zu erhalten. Das weiß die Bevölkerung gar nicht“, meint Parasiliti. „Besonders an den invasiven Geschichten besteht ein großes Interesse.“ Wer hätte auch gedacht, dass ein RTW sogar einen Knochenbohrer für einen intraossären Zugang mitführt.

Info: Das Jugendrotkreuz sucht neue Mitglieder zwischen sieben und 15 Jahren. Einfach unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! melden. Wir freuen uns auf dich.

Kontakt

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Fax: (07623) 7 19 19 - 19

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