Auch im Alter fit für den Notfall

Bad Säckingen, 13.07.2015

Hilfe für Seniorinnen und Senioren - auch im Alter gilt es, fit für den Notfall zu bleiben, denn Erste Hilfe ist lebenswichtig! Einen kompakten Erste-Hilfe-Lehrgang bot der DRK-Kreisverband Säckingen e.V. aus diesem Grund für (junggebliebene) SeniorInnen an.

„Das Einzige, was falsch gemacht werden kann, ist gar nichts zu machen“, betont Meteora Timm, Erste-Hilfe-Ausbilderin im DRK-Kreisverband. Sie vermittelte am 10. Juli 2015 im DRK-Heim Rheinfelden den 17 Teilnehmenden mit eindrücklichen Erfahrungsberichten  ein umfangreiches Grundwissen in der Ersten Hilfe. Damit lassen sich Notfallsituationen richtig erkennen und beurteilen, um dann entsprechend handeln zu können. Bei Notfällen wie einem Herzstillstand kommt es auf jede Minute an – und damit auch auf die Hilfe von Laien, die schnelle Rettung organisieren und versuchen sollen, mit einer Herzdruckmassage den Kreislauf des Leblosen wieder in Gang zu bringen. „Viele scheuen die Mund-zu-Mund-Beatmung und leisten deshalb gar keine Hilfe“, berichtet Meteora Timm. „Dann ist es aber auf jeden Fall besser, nur die Herzdruckmassage durchzuführen.“

Im Haushalt, bei einem Ausflug oder einer Familienfeier – zu Notsituationen kann es immer kommen: Verletzungen durch Stürze, plötzliche Verschlechterung der Gesundheit bei bekanntem Bluthochdruck, Bewusstlosigkeit bei Diabetes oder Umknicken beim Wandern. Diese typischen Notsituationen kann jeder in der eigenen Umgebung erleben. Meteora Timm weist darauf hin, dass mit den Maßnahmen der Ersten Hilfe insbesondere die Zeitspanne bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überbrückt werden soll.

Schwerpunkte der Veranstaltung waren unter anderem die Hilfe bei Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes, sowie Bewusstlosigkeit. Zudem wurden in praktischen Übungen auch die Durchführung von Blutdruck- und Blutzuckermessungen gezeigt. Auch wurden Themen wie das Verhalten bei einem Notfall, den Notruf absetzen und die Herz-Lungen-Wiederbelebung besprochen. Bei den praktischen Übungsphasen wurden die altersentsprechenden körperlichen Einschränkungen berücksichtigt.

Den Erste-Hilfe-Lehrgang für Seniorinnen und Senioren hatte Lucia Woldert von der Servicestelle SeniorInnen als Abschluss des DRK-Frühjahrsprogramms (nicht nur) für Seniorinnen und Senioren organisiert. Sie freute sich über das rege Interesse und informierte die Anwesenden über die vielseitigen Sozialen Dienste des DRK-Kreisverbands, vom Hausnotruf und Mobilruf über Hauswirtschaftliche Hilfen und Rollstuhlfahrten. Auch vermittelt die Servicestelle SeniorInnen an andere Einrichtungen und berät kostenfrei bei Fragen rund ums Alter(n). „Auch wenn man diese Dienste und Angebote heute noch nicht braucht - es ist gut zu wissen, welche Unterstützungsmöglichkeiten es gibt und an wen man sich wenden kann, wenn die Notwendigkeit eintrifft“, bemerkt Lucia Woldert abschließend.

Der DRK-Kreisverband Säckingen bietet auf Anfrage weitere Erste-Hilfe-Kurse, auch für SeniorInnen-Gruppen und -Treffs, an. Interessierte können sich gerne an Lucia Woldert von der Servicestelle SeniorInnen wenden.


Auskünfte zum SeniorInnen-Programm und weiteren Angeboten des DRK-Kreisverbands erhalten Sie bei:

DRK-Servicezentrale & Servicestelle SeniorInnen
Beatrix Müller, Sabine Schäuble & Lucia Woldert
Telefon 07761 / 9201 – 0
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Mitgliederversammlung vom 6. Juli

An der Mitgliederversammlung am 6. Juli 2015 beklagte der Vorsitzende Manfred Gollin die Situation im Krankentransport, wo es bedauerlicherweise immer wieder mal zu überlangen Wartezeiten komme.

Dies passiere vor allem, wenn aufgrund besonderer Wetterlagen oder wegen z.B. einer Grippewelle unerwartet deutlich mehr Transporte verlangt würden. Die Entgelte für den Krankentransport seien so niedrig, dass es den Anbietern jedoch unmöglich sei, mehr Transporteinheiten vorzuhalten, als regelmäßig täglich gebraucht würden. Seitens der Krankenkassen würde nämlich mit einer quasi 100%igen Auslastung eines jeden Krankenwagens kalkuliert. Für zusätzliche Einheiten, die plötzliche und unerwartete Bedarfsspitzen abdecken könnten, dann aber an "normalen Tagen" nur teilweise ausgelastet seien, stünden keine Geldmittel zur Verfügung.

Ursache sei letztlich, dass der Krankentransport dem freien Wettbewerb unterliege und daher auch seitens der Krankenkassen die Entgelte nach "Wettbewerbsgesichtspunkten" niedrig gehalten würden. Das DRK wiederum sei nicht in der Lage, aus anderen Töpfen einen defizitären Krankentransport zu finanzieren. Leider sei insoweit auch keine Besserung in Sicht. Gefragt sei hier der Gesetzgeber.

Der Geschäftsführer Erich Mehlin berichtete detailliert über die Situation des Rettungsdienstes, vor allem über die großen Probleme bei der Finanzierung und die, die durch hohe Fluktuation beim Personal verursacht werden.

Die Verhandlungen mit den Kostenträgern seien außerordentlich arbeitsaufwändig und schwierig. Leider gelinge es nicht, alle durchaus notwendigen und sinnvollen Maßnahmen auch finanziert zu bekommen. Das gelte verstärkt gerade auch für den Krankentransport. Trotz vieler Personalabgänge sei es gelungen, guten Nachwuchs zu gewinnen, obwohl das immer schwerer werde, gerade am Hochrhein, wo die Konkurrenzarbeitsplätze in Bezug auf die Arbeitszeit attraktiver und auch noch besser bezahlt seien.

Dennoch könne der Ortsverein stolz darauf sein, dass inzwischen bereits vier Mitarbeiter die Qualifikation zum Notfallsanitäter erlangt hätten. Da die Wache seit Ende letzten Jahres auch als Lehrrettungswache für den Notfallsanitäter anerkannt sei, könne der OV auch Ausbildungsverträge anbieten. Seit Okt. 2014 sei ein Auszubildender angestellt und ab Okt. 2015 würden zwei weitere Auszubildende beschäftigt.

Alex Gutmann (Rettungswachenleiter), Samuel Büchler (Azubi Notfallsanitäter), Benjamin Stark (Praxisleiter, Lehrrettungsassistent)

 Der Bericht des Schatzmeisters Klaus Adlberger über den Jahresabschluss des Ortsvereins fiel dieses Jahr positiv aus. Über alles sei es gelungen, nachdem im Vorjahr Verluste ausgewiesen werden mussten, einen positiven Abschluss zu erreichen. Vom erwirtschafteten Überschuss in Höhe von 33.000 € habe der Verein 31.000 € in die Rücklagen für künftige Investitionen in Fahrzeuge und Material einstellen können. Der Schatzmeister zeigte sich daher zufrieden mit der Gesamtsituation, obwohl die Rücklagenzuführung eigentlich noch höher ausfallen müsste.

Die Finanzlage des Vereins bezeichnete er als sehr gut. Der Verein habe seine Ausgaben in den letzten Jahren immer ohne Darlehensaufnahme finanzieren können. Das gesamte Anlage- und Umlaufvermögen von 1.960.000 €, das im Wesentlichen im neuen Gebäude und in den Fahrzeugen stecke, sei zu über 80 % durch Eigenkapital gedeckt, was ein sehr guter Wert sei.

Die Vertreter des Rettungsdienstes (Alex Gutmann), der SEG (Benjamin Kohler), der Bereitschaft (Claudia Armbruster), der Sozialarbeit (Karin Lützelschwab) und des JRK (Martin Volkmann) berichteten über die Leistungen ihrer Bereiche in den vergangenen 12 Monaten. Die positiven Arbeitsberichte waren bedauerlicherweise unisono begleitet von der Klage darüber, dass sich für die jeweiligen Dienste immer weniger ehrenamtliche Helfer finden lassen.

Es fehle der Nachwuchs, was auch darauf zurück zu führen sei, dass die Hürden für diese Tätigkeiten, aufgebaut durch Gesetze, behördliche oder gesellschaftlich Anforderungen, immer weiter angehoben würden. Es würden immer schwerer zu erlangende Ausbildungsstände verlangt, immer wieder zusätzliche bürokratische Regeln aufgestellt, was den Zugang zu diesen Tätigkeiten und die eigentliche Arbeit erschwere oder gar behindere. 

Aus der Leitung der Bereitschaft und aus dem Vorstand ist Carole Brugger ausgeschieden. Gollin dankte ihr für ihre bisherige Tätigkeit, die sie aus beruflichen Gründen nicht mehr fortsetzen konnte. Als ihr Nachfolger wurde gewählt Dr. Christoph Kohlhaas. Er ist Chemiker von Beruf. Beim DRK in Rheinland-Pfalz war er bereits seit 19 Jahren aktiv, u. a. im JRK, in der Bereitschaft und im Rettungsdienst, als Zivildienstleistender und nebenberuflich als Student, nachdem er 2004 die Ausbildung zum Rettungsassistenten erworben hatte. Seit seinem Zuzug nach Rheinfelden im letzten Jahr ist er Mitglied der Bereitschaft des DRK Ortsvereins und inzwischen auch sehr aktiv in der Führung tätig.
 
Mitglieder: 1700 fördernde Mitglieder, 30 Hauptamtliche im Rettungsdienst, von den bereits 4 die Qualifikation zum Notfallsanitäter erlangt haben, 12 Mitglieder in der Bereitschaft, 19 Mitglieder der SEG, von den ebenfalls bereits 3 sich als Notfallsanitäter qualifiziert haben, 7 Aktive im Jugendrotkreuz, 10 Übungsleiterinnen im Sozialdienst, die unter anderem 13 Gymnastikgruppen mit 190 Teilnehmern und 5 Wassergymnastikgruppen mit 100 Teilnehmern betreuen sowie 19 Helferinnen im Kleiderladen.
 
 

Hausnotruf sorgt für mehr Sicherheit zuhause
Gratisrätselheft und Urlaubsangebot vom 01. Juli bis 31. August 2015

Bad Säckingen, 30.06.2015

Die Urlaubszeit rückt näher und für viele Familien beginnt in Kürze die Reisezeit. Doch wer ist im Notfall dann für die Eltern, Großeltern oder den allein stehenden Nachbarn da? Für manche Daheimgebliebene beginnt damit eine besonders kritische Zeit, weil sie sich alters- oder krankheitsbedingt unsicher oder alleine fühlen.

Mit dem Hausnotruf des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ist es ganz einfach möglich, per Knopfdruck - und vor allem auch sehr schnell und rund um die Uhr - Hilfe zu rufen. Im medizinischen Notfall organisiert das DRK auch die notwendige ärztliche Versorgung. Der Hausnotruf kann übrigens auch rein für die Urlaubszeit (mind. 4 Wochen) gemietet werden.

Um die Öffentlichkeit über diese Möglichkeit zu informieren, bietet der DRK Kreisverband bis zum 31. August 2015 eine Urlaubsaktion an. Mit des Rätsels Lösung auf Seite 3 des Gratis-Rätselspaßes entfällt bei jedem Neuanschluss die Anschlussgebühr in Höhe von 48,00 Euro. Interessierte sind eingeladen, dieses ‚Urlaub-fast-sorglos-Paket‘ auszuprobieren, damit deren Familie unbeschwert und ohne Sorgen in den wohlverdienten Urlaub starten kann.

Die Gratis-Rätselhefte gibt es bei jedem DRK-Ortsverein oder in der Geschäftsstelle des DRK-Kreisverbands in Bad Säckingen. Außerdem liegen sie bei allen Hausärzten und Apotheken zum Mitnehmen und Mitmachen bereit. Auf Anfrage schickt die DRK-Servicezentrale das Gratis-Rätselheft gerne zu.


Informationen und Auskünfte zur Hausnotruf-Urlaubsaktion sowie zu weiteren Angeboten des DRK-Kreisverbands Säckingen e.V. erhalten Sie bei:

DRK-Hausnotruf und Servicezentrale
Sabine Schäuble, Beatrix Müller & Lucia Woldert
Telefon 07761 / 9201 – 0
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DRK Kreisverband Säckingen e.V.

Die Hauptversammlung des DRK KV Säckingen am 10.Oktober 2013 hatte - wie der Geschäftsbericht 2012 - das 150-jährigen Bestehens des Deutschen Roten Kreuzes zum Leitthema.

Rund 400 000 Ehrenamtliche sind im Dienste des Roten Kreuzes allein in Deutschland unterwegs. Zu dieser großen Gemeinschaft gehören auch 550 haupt- und ehrenamtliche Freiwillige des DRK Kreisverbands Säckingen. Alle Freiwilligen des DRK, so Gastredner Andreas Formella, stellvertretender Geschäftsführer des Landesverbands Badisches Rotes Kreuz, verbinde ein gemeinsames Ziel, nämlich Menschen in Not zu helfen.

Der Kreisvorsitzende, Peter Hofmeister, blickte zunächst auf die Entwicklung der Ortsvereine und des Kreisverbands zurück. Abschließend forderte er die ZuhörerInnen auf, sich wieder mehr auf diese Wurzeln zu konzentrieren, unter Anderem im Sinne einer funktionierenden Rettungskette ihre Erste Hilfe Kenntnisse regelmäßig aufzufrischen.

Kontakt

Deutsches Rotes Kreuz
Ortsverein Rheinfelden

Römerstraße 1
79618 Rheinfelden

Tel.: (07623) 7 19 19 - 0
Fax: (07623) 7 19 19 - 19

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