Elektrohydraulische Fahrtrage entlastet Mitarbeiter

DRK-Ortsverein Rheinfelden beschafft neuen Rettungstransportwagen

Nach acht Jahren wird ein alter Rettungstransportwagen ausgemustert. Der Ortsverein investiert rund 154 000 Euro in ein neues Fahrzeug mit Ausstattung. Das neue Fahrzeug wurde am 9. November 2018 ausgeliefert.

  

Der neue Rettungstransportwagen (RTW) des Ortsvereins Rheinfelden beeindruckt alleine durch seine Höhe von annähernd drei Metern. Die Blaulichtanlage auf dem Dach gibt in alle Richtungen Signale und kleine Kreuzungsblitzer sorgen in Augenhöhe für Aufmerksamkeit. Das Fahrzeug ist mit zusätzlichen reflektierenden, gelben Folien beklebt. Im Einsatz können die Notfallsanitäter mit einem Scheinwerfer nach der Hausnummer suchen. Zudem verfügt es über zusätzliche Lichter am Dach, um den Einsatzort ausleuchten zu können. Beim Rückwärtsfahren springt eine Umfeldbeleuchtung für den Boden an. Um den Energieverbrauch gering zu halten, werden nur LEDs eingesetzt.

Nachdem ein alter RTW aus dem Fuhrpark ausgemustert werden musste, wurde die Neuanschaffung des fünf Tonnen schweren Fahrzeugs mit 190 PS starkem Motor notwendig. Für die Neuanschaffung greift der Ortsverein tief in die Kasse. 124 000 Euro fallen für das Fahrzeug an. Weitere rund 30 000 Euro kostet die elektrische Fahrtrage. Zusätzlich fallen erhebliche Kosten für die medizintechnische Ausrüstung im Fahrzeug an. Die Fahrtrage kann motorbetrieben ein- und ausgeladen sowie rauf und runter gefahren werden, womit insbesondere die Notfallsanitäter entlastet werden. 

   

Mittels moderner Technik kann das Fahrzeug Informationen und Daten direkt mit der zentralen Leitstelle oder Krankenhäusern austauschen, und auf einer Blackbox werden relevante Daten gespeichert, falls der RTW selbst einmal in einen Unfall verwickelt sein sollte. Die Bedienung von Temperatur und Beleuchtung im hinteren Fahrzeugabteil erfolgt einfach über ein Touchpad an der Decke über der Trage mit dem Notfallpatienten bzw. über Knöpfe an der Wand, so dass der Notfallsanitäter während der Fahrt nicht aufstehen muss.

Obgleich das Fahrzeug im vorderen Bereich eingerichtet ist wie ein gewöhnlicher Pkw, müssen die Fahrer immer im Kopf behalten, dass ein kleiner Lastwagen hinten dran hängt. Der Ortsverein hat neben einem Notarzteinsatzfahrzeug tagsüber zwei und nachts einen RTW im Einsatz. Dafür sind beim Rheinfelder Rettungsdienst 26 Mitarbeiter beschäftigt. Im Jahresdurchschnitt legt ein RTW 60 000 Kilometer zurück und dabei gehen die Fahrer nicht gerade zimperlich mit den Fahrzeugen um. Nach sechs Jahren gilt ein RTW als abgeschrieben. Der Ortsverein ersetzt mit dem neuen Fahrzeug einen alten RTW, der seit acht Jahren im Einsatz ist.

Wir begrüßen unsere neuen Notfallsanitäter Azubis die zum 01. Oktober ihre dreijährige Ausbildung begonnen haben.
Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit und wünschen ihnen einen guten Start.

 

Von links nach rechts, Lukas Winter, Tobias Bräutigam und Aaron Huber mit dem Ausbildungsleiter Benjamin Stark.

Sommerferienprogramm 2016 beim DRK-Rheinfelden

 

Erfolgreiche Qualifikation zum Notfallsanitäter

 

Die Rettungsdienstleiter vom Hochrhein gehen mit gutem Beispiel voran

 

Die beiden Leiter des Rettungsdienstes des DRK Rheinfelden, Alexander Gutmann und Matthias Nobs, haben gemeinsam mit drei weiteren Rettungsdienstleitern vom Hochrhein am 06. März 2015 nach zweiwöchiger Schulung erfolgreich ihre Abschlussprüfung bestanden. Sie sind nunmehr staatlich anerkannte Notfallsanitäter. Die entsprechende Urkunde des Regierungspräsidiums Karlsruhe wurde ihnen am 06. März 2015 übergeben. Die bisherigen Rettungsassistenten gehören damit bundesweit zu den ersten Notfallsanitätern überhaupt.

 

Hintergund ist, dass das frühere Rettungsassistentengesetz vor einem Jahr durch das Notfallsanitätergesetz abgelöst wurde. Durch das neue Gesetz wurde der Rettungsassistent, das waren bisher die Retter mit der höchsten Ausbildungsstufe, ersetzt durch den Notfallsanitäter. Für Neulinge im Rettungsdienstberuf schreibt das Gesetz eine dreijährige Ausbildung vor, die etwa zur Hälfte aus schulischer und zur Hälfte aus praktischer Ausbildung im Rettungsdienst und im Krankenhaus besteht. Für die bereits ausgebildeten Rettungsassistenten bietet das Notfallsanitätergesetz für eine Übergangsfrist von sieben Jahren die Möglichkeit, sich durch eine staatliche Ergänzungsprüfung zum Notfallsanitäter zu qualifizieren.

 

Wie die Rettungsdienstleiter berichten, werden für die Ergänzungsprüfung sehr hohe Anforderungen gestellt. Für die bisherigen Rettungsassistenten bedeutete das, in einem 14-tägigen Intensivkurs die Kenntnisse dazu zu erlernen, die nun für den Notfallsanitäter gefordert werden. 

 

Anlass für das neue Bundesgesetz ist die Tatsache, dass wegen eines Mangels an Notärzten eine Versorgung aller Patienten, insbesondere im ländlichen Raum, nicht mehr innerhalb der vorgegebenen Hilfsfrist gewährleistet werden kann. Mehr eigenverantwortliches Handeln und mehr medizinische Kompetenzen sind für die Rettungsdienstler daher das Ziel dieser Ausbildung. Dem neuen Notfallsanitäter können dank seiner höheren Qualifikation deutlich weiterreichende medizinische Kompetenzen zugebilligt werden. So ist er in der Lage und auch befugt, sofort nach dem Eintreffen vorbereitende Maßnahmen für den später eintreffenden Notarzt vorzunehmen und auch selbstständig medizinisch notwendige Maßnahmen zu ergreifen.

 

 

Im Bild zu sehen sind die „neuen“ Notfallsanitäter vom Hochrhein, die Rettungsdienstleiter des DRK Rettungsdienst Waldshut, des DRK Rettungsdienst Säckingen und des DRK Rettungsdienst Rheinfelden.

 

Kontakt

Deutsches Rotes Kreuz
Ortsverein Rheinfelden

Römerstraße 1
79618 Rheinfelden

Tel.: (07623) 7 19 19 - 0
Fax: (07623) 7 19 19 - 19

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!